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Was genau ist STRESS eigentlich?

Stress – jedem ist dieser Begriff bekannt und irgendwie haben auch alle ständig Stress.

Doch was bedeutet Stress eigentlich genau, warum gibt es Stress überhaupt & hat er vielleicht auch etwas positives für uns?



Was bedeutet Stress

Stress hat man eigentlich gar nicht, Stress ist eine Reaktion, die unser Körper hervorruft, um unser Überleben zu sichern – und damit ist er wichtig und gar nicht mal nur negativ.


Denn alles in unserem System ist in erster Linie nur auf eines ausgelegt: Überleben.

Und vermeintliche Bedrohungen für unser Leben gibt es da draußen in der wilden Welt ja jede Menge, auch wenn das früher andere waren, als es heute sind, aber dazu später mehr.


„Sobald man sich in Gefahr befindet, reagiert man schon. Die Evolution denkt für einen mit“ Joseph LeDoux, Neurowissenschaftler


Die Stressreaktion


Sehen wir also einen Bären in freier Wildnis, nehmen unsere Sinnesorgane das zuerst auf, diese tragen die Information in unser zentrales Nervensystem (Gehirn), dort wird sie eingeschätzt und verarbeitet. Das Ganze läuft in Millisekunden ab.

Stress entsteht immer dann, wenn wir das Gefühl haben, einer Situation nicht gewachsen zu sein. Das muss nicht zwangsläufig ein Bärenangriff sein. Schon das Gefühl „Ich schaff das nicht“ löst im Körper die Stressreaktion aus. Menschen können z.B. auch Stress erleben, wenn ihr Selbstwert bedroht ist, sie Angst haben zu versagen oder von wichtigen Menschen getrennt sind oder aber auch, wenn etwas einfach nicht so läuft, wie sie es gerne hätten. All diese Situationen können dem System ein „ich schaff das nicht“ Gefühl geben.

Das Gehirn, besser gesagt die Amygdala, checkt, ob von einem Bären wirklich eine Bedrohung ausgeht (JA!) und setzt dann eine Reaktion in Gang, um diese Begegnung zu überleben. Dazu werden die sogenannten Stresshormone ausgeschüttet, diese versorgen uns mit Energie und aktivieren den Ast unseres vegetativen Nervensystems, der für Aktivität steht: Der Sympathikus.

Denn eines ist sicher, um zu Überleben, müssen wir aktiv werden:

Entweder, wir laufen davon (Flucht / Flight) oder wir stellen uns dem Kampf (Abwehr/Fight) mit der Bedrohung. Für beides benötigen wir aber extrem viel Energie!


Es gibt übrigens auch noch eine weitere Reaktion des vegetativen Nervensystems auf Stress, den "Freeze Zustand", also das "Einfrieren", dieser ist aber keine der Standard-Lösung, sondern tritt dann auf, wenn alles andere hoffnungslos erscheint, also eher in wirklich heftigen Situationen. Wenn Menschen über lange Zeit überlastet sind, kann es sein, dass ihr Nervensystem in den Freeze Zustand verfällt, weil es keinen anderen Ausweg mehr findet...

Der wohl bekannteste Vertreter unter den Stressbotenstoffen ist wohl Adrenalin, das wichtigste Cortisol. Aber auch Acetylcholin, Dopamin, und viele weitere werden ausgeschüttet, um eben den sympathischen Ast unseres vegetativen Nervensystems zu aktivieren.


Was körperlich dabei unter anderem passiert:


  • Das Herz fängt an, schneller zu schlagen

  • Der Blutdruck steigt

  • Deine Atmung wird flacher

  • Die Verdauung wird heruntergefahren

  • Die Muskelspannung nimmt zu, bestimmte Muskeln spannen dabei ganz besonders an

 

Nach deine (hoffentlich erfolgreichen) Flucht bzw. Kampf schüttet dein System zuerst einmal Glückshormone aus, du bist erleichtert, die Situation gemeistert zu haben und empfindest Dankbarkeit und Freude.

Dein Körper kehrt nun zurück in den Entspannungsmodus (der Gegenspieler des Sympathikus, der Ruheanteil unseren vegetativen Nervensystems ist nun aktiv: Der Parasympathikus).


Damit endet ein gesunder Stresszyklus, du bist zurück auf „0“ und alle Spannung konnte sich entladen.

Unser Stressreaktionszyklus
Unser Stressreaktionszyklus

In Situationen, in denen es kurzfristig zu einer Aktivierung des Sympathikus und damit zur Stresskaskade kommt, z.B. durch einen lauten Knall oder einen bellenden Hund, ist der Körper schon recht gut darin, den Stresszyklus relativ schnell zu beenden und das Nervensystem wieder zu beruhigen, sobald keine Gefahr mehr zu erkennen ist. Das passiert ziemlich automatisch, aber du kannst mal versuchen, dass zu beobachten.

Je öfter wir solche Situationen durchleben, desto besser können wir übrigens darauf reagieren, Stressige Situationen zu meistern.

 

Anders sieht es aber aus, wenn wir unter einen Dauerbelastung an überfordernden Erfahrungen stehen, dazu erzähle ich dir weiter unten mehr.


Eigentlich keine so schlechte Sache diese Stressreaktion oder? Ich bin mir sicher, ohne unsere pfiffige Stressantwort hätten wir wahrscheinlich nicht bis heute überlebt.


Stress aus heutiger Sicht

Aber in unserer sehr zivilisierten Welt ohne freie Bären, Löwen und Mammuts, warum haben wir eigentlich ständig das Gefühl „gestresst“ zu sein?

 

Bedrohungen für unser System können ziemlich unterschiedlich aussehen. Ein Bär ist ein ziemlich plakatives Beispiel aber schon allein ein Knacken im Wald aktiviert unser System, denn es KÖNNTE eine Bedrohung auftreten.

 

Und das ist eigentlich das große Problem: unser System arbeitet nach dem „was wäre wenn“ Prinzip um uns zu schützen und so die größtmögliche Sicherheit für uns zu schaffen. So kann auch alles, was „neu“ ist, erstmal Stress auslösen.

Also wird nicht nur bei offensichtlichen, großen Bedrohungen die Stresskaskade in Gang gesetzt, auch bei unterschwellig lauernden Gefahren. Und davon gibt es heutzutage leider mehr als früher.


Dabei spielt vor allem die moderne Technik, der hoher Mental Load mit tausenden To-dos, lärmende Großstädte, viele Reize und die ständige Erreichbarkeit eine große Rolle und halten uns konsequent unter Dauerbelastung.


Wir schließen unsere ständig aufploppende Stressreaktionen oft gar nicht mehr ab, kommen so fast nicht mehr in die Aktivierung unseres parasympathischen Nervensystems und sammeln so eine ganze Menge Stress in unserem Körper an. Das belastet uns körperlich in Form von Verspannungen, Schmerzen, Verdauungsbeschwerden und Co aber auch mental, da wir so auch immer gereizter und damit anfälliger für Stressreize werden.


Deshalb ist es in der heutigen Zeit umso wichtiger, immer wieder für Auszeiten zu sorgen, in denen du dir Zeit nimmst, Stress aus deinen System zu lösen.

Außerdem gibt es einige Strategien, die dich dabei unterstützen können, Stressreizen besser begegnen zu können und seine Stresstoleranz zu erhöhen.


Ich helfe dir mit meiner Arbeit gerne dabei, schau doch mal auf meinen On- und Offline Auszeiten vorbei oder schreib mir eine Nachricht.


Du kannst auch gerne Teil meiner less-stress Community werden, um immer wieder kleine Impulse für einen entspannteren Lebensstil zu erhalten.


Deine Lissy


 







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